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Ganz klar, Dark Scandi wirkt meist eleganter, cooler und damit eben auch erwachsener als sein klassischer Vorgänger, der Scandi Look. Dunkleres Holz, mehr Schwarz, mehr Drama. Aber um bei diesem Bild zu bleiben, müsste man eigentlich sagen: Der Scandi Look ist flügge geworden und aus seiner Heimat im hohen Norden ausgezogen.

Foto: Safia Round Dining Table Walnut – MADE.COM

Denn daher rührt die noch relativ junge Stilrichtung des Dark Scandi. Ursprünglich ging es den Skandinaviern bei ihrem Interior Design vor allem darum, möglichst viel Tageslicht in Ihren vier Wänden zu nutzen. Davon gibt es von Herbst bis Frühjahr allerdings denkbar wenig. Die Lösung: Alles möglichst hell einrichten!

Raus aus dem (fast) ewigen Winter

Weiße Wände, weiß lackierte Möbel und oft auch Böden und dazu sehr helles Holz. Die sehr wenigen Sonnenstunden werden maximal genutzt und selbst bei gemütlichen Kunstlicht und einem flackernden Kaminfeuer wirken die Räume noch hell und freundlich. Im Urlaub ist so ein schummeriges Bärenhöhlen/Hütten-Feeling ja mal ganz nett, aber auf Dauer braucht der Mensch einfach Licht!

Nun wurde der Scandi Look aber vor einigen Jahren zum Weltenbummler und eroberte Designherzen von München über São Paulo bis nach Brisbane. An Orten, wo es Sonne satt gibt, lässt sich der Nordic Style völlig frei interpretieren und weiterentwickeln. Zum Beispiel mit der Dauer-Lieblingsfarbe fast aller Kreativer: Schwarz.

Der Instagram Account @dark_scandi (Bild weiter oben) zeigt wie es geht. Statt heller, fast unbehandelter Buche, dominiert im Wohnzimmer ein antiker, dunkler Dielenboden und ein farblich passender runder Esstisch. Längst ein Klassiker des Dark Scandi ist die dunkle Wandfarbe – gerne von Küche über Schlaf- und Wohnzimmer bis zum Bad – hier in einem intensiven Dunkelgrau.

 

Alles ein Frage der Kombination

Es funktioniert natürlich auch andersherum: Die Wände bleiben weiß, aber die Stühle werden dunkel. Eine Mischung aus schwarzem Holz und schwarzem Kunststoff macht die Stuhlkombination besonders spannend. So holt sich Sanna (@sannankoti) ein wenig Dark Scandi in die Dunkelheit des finnischen Winters ohne ihre Wohnung unnötig zu verdüstern.

Zum Glück werden die kommenden Monate bei uns nicht ganz so lichtarm wie in Finnland, doch einigen schlagen die kürzer werdenden Tage bereits aufs Gemüt. Jetzt, wo der gefühlt sommerlichste Spätsommer aller Zeiten sich dem Ende neigt, soll es zu Hause gemütlich werden, aber eben bitte nicht gruftimäßig.

 

Es muss nicht immer Schwarz sein

Foto: Safia Round Dining Table Walnut – MADE.COM/ Loungesessel Rubautellin von Eichholtz über westwingnow.de

Eine tolle Möglichkeit sind hier Polsterstühle und generell Möbel und Wände in einem satten See- bis Tannengrün. Das hat auf uns eine sehr positive und beruhigende Wirkung und gibt dem Raum gleichzeitig sogar mehr Tiefe.

Besonders edel wirkt die Farbe zusammen mit dunklem Walnussholz, wie bei dem runden Esstisch „Safia“ (über made.com, um 440 Euro).

Super elegant ist auch ein kleiner Lounge-Sessel. Wie der Rubautelli von Eichholtz (über westwingnow.de, um 1.400 Euro), bei dem Walnuss-Furnier und beiger Bezug eine besonders elegante Zusammenstellung sind. Er verleiht dem Wohnzimmer gleich eine gewisse Ernsthaftigkeit ohne zu gediegen oder gar altbacken zu wirken. Erwachsen, aber nicht spießig werden? Tadaaa, es geht doch.

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